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Was wäre wenn… es kein Öl mehr gäbe?
Am 20. April explodierte im Golf von Mexiko eine Ölbohrinsel von BP. Als die Ölplattform auf den Meeresgrund sank, fing das Öl an, aus dem Bohrloch auszulaufen. Seitdem fließen täglich 15 Millionen Liter Erdöl ins Meer, und alle Versuche, das Loch zu stopfen, schlugen fehl. Die schwarzen Schlacken haben inzwischen die US-Küste erreicht und bedrohen gerade das Leben unzähliger Seevögel und Meeressäugetiere, einschließlich der dort beheimateten Wale. Angesichts solch einer Ölkatastrophe fragt man sich, wie Energiekonzerne wie BP oder Halliburton sich die Zukunft vorstellen. Der Wandel und die damit einhergehenden Licht- und Energieeinströmungen verschiebt jetzt kontinuierlich die Strukturen und die tektonischen Platten. Dadurch kommt es nicht nur zu mehr Erdbeben und Vulkanausbrüchen, sondern auch zu Veränderungen im Zugang zum Erdöl. Jede Verschiebung kann auch mit einer Verschiebung der unterirdischen Kavernen einhergehen, in denen das Öl lagert. Auf diese Weise kann ein Bohrloch entweder aufreißen oder sich verschließen. Mutter Natur bringt sich gerade ins Gleichgewicht und sperrt den Hahn entweder zu oder verlagert ihn. Jedenfalls kommt es mir so vor, als ob Gaia das tut. Immerhin geht es hier um den Kittstoff, den sie nicht nur benötigt, um Bruchstellen zu kitten, sondern auch, damit die tektonischen Platten genug geschmiert sind, wenn die Bewegungen sich fortsetzen. Spinnen wir diesen Gedanken einmal weiter, dann müsste klar werden, dass es immer gefährlicher, unergiebiger und kostspieliger werden wird, nach Öl zu bohren. Die Energiekonzerne, die das weiterhin tun, werden immer höhere Kosten für Unfälle wie im Golf von Mexiko aufbringen müssen. Ganz zu schweigen von denen, die entstehen, wenn Öltanker havarieren. Denn auch solche Unfälle nehmen ja zu, wie wir sehen. Und auch das hat zum Teil mit dem Wandel zu tun, denn die strukturelle Instabilität, in der wir leben, seit die Materie feinstofflicher wird, macht nicht vor den Schiffen Halt. Schlussendlich läuft es darauf hinaus, dass es notwendig wird, mit dem Öl aufzuhören und Alternativen dafür zu finden – nicht nur um Mutter Erdes willen, sondern auch um unser und der Tiere willen, die durch das Öl immer öfter verenden. Was aber passiert, wenn es kein Öl mehr gibt? Wie sähe eine Welt aus, der das Öl ausgeht? Zunächst wäre nicht mehr genug Benzin da, damit alle weiterhin mit dem Auto fahren können. Zuerst würde gespart werden, dann würden immer mehr Menschen ihr Auto stehen lassen, bis nur noch Krankenwagen und Taxis fahren dürften. Diese Übergangssituation wird so lange so bleiben, bis Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf dem Markt wären. Und der Druck sowie die Unruhen auf den Straßen würde die Autohersteller anspornen, dies bald zu tun. Flugzeuge würden nicht mehr fliegen, was einerseits die übrig gebliebenen Transportsysteme überlasten würde, aber auch für eine himmlische Ruhe und einen klaren chemtrailsfreien Himmel sorgen würde. Der größte Teil des Big Business würde zum Erliegen kommen, weil niemand mehr kurzfristig verreisen kann. Etliche Branchen, die auf den Transport von Waren angewiesen sind, würden brachliegen und müssten sich regional orientieren. Die Kosmetikbranche, Gummihersteller und viele andere Produktionsarten würden zum Erliegen kommen. Auch Pharmafirmen hätten Einbußen; es käme zur Medikamentenknappheit. Wissenschaftler und Fabrikanten müssten fieberhaft nach neuen Materialien forschen, die die erdölbasierten Dinge ersetzen könnten. Hätten wir gerade Winter, würde es bei vielen Menschen sehr kalt werden. Die Cafés in den Städten wären überfüllt, weil viele hingehen würden, um sich aufzuwärmen. Weil viele arbeitslos würden und zunächst keine Alternative wüssten, würde es viele Obdachlose geben, Hungersnöte, eine steigende Kriminalität, aber auch Tauschhandel. Die Landwirtschaft würde boomen, und die Menschen würden zusammenrücken, erfahren, wie ihr Leben sich entschleunigt. In den Städten wäre schon bald wieder eine klare Luft. Auf vielen Straßen können wieder Kinder spielen. Es würde eine Deglobalisierung stattfinden, bei der jede Region, Stadt oder Stadtteil sich selbst organisieren würde. Einige würden aufatmen und sich darüber freuen. Viele müssten aber auch von vorne anfangen. Eine erschreckende Vision? Oder etwas, mit dem wir umgehen könnten? Jeder Übergang ist schwer, wenn er aus Zwang heraus geschieht, dann nämlich, wenn man bis zuletzt wartet, um etwas zu ändern. Aber was wäre die Alternative? Die Alternative wäre, dass die Verantwortlichen bereits jetzt anfangen, Alternativen für das Öl zu finden, das uns in etwa 10 Jahren sowieso ausgegangen sein wird. Firmen wie BP oder Shell und viele andere Firmen, die vom Öl abhängig sind, könnten schon jetzt überlegen, was sie machen werden, wenn es kein Öl mehr gibt. Fluggesellschaften arbeiten bereits an neuen Antrieben, die auf Wasserstoff und sogar auf Anti-Gravitations-Antrieb basieren. Autobauer haben angefangen, Wasserstoff- und Elektroautos zu konstruieren. Und die Energiekonzerne sollten das jetzt ebenfalls tun: mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, mit neuen Methoden, um Häuser zu heizen. Denn was ist, wenn die Ölkatastrophe vom Golf von Mexiko wirklich nur der Anfang war und wir schon bald gezwungen sind, ohne Öl auszukommen? (© SK, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 72, Juni/Juli 2010)
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