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Verschiedene Sichtweisen zu 2012 Das Datum 2012 ist nun in aller Munde, seit Roland Emmerich seinen Katastrophenfilm auf die Menschheit losgelassen hat. Doch schon melden sich Stimmen, der Streifen sei schlecht recherchiert und nicht ernstzunehmen, so dass die Zuschauer, die sich den Film ansehen, von vorneherein Unterscheidungsvermögen mitbringen, den Film als reine „Unterhaltung“ zu betrachten. Was er in vielen Augen auch tatsächlich ist, denn die Besucherzahlen in den Kinos scheinen dafür zu sprechen. Der Hauptdarsteller John Cusack äußerte sich in einem Spiegel-Interview dahingehend, dass er nicht viel vom Mainstream-Hollywood halte und zudem dahin tendiert, 2012 nicht als das Ende der Welt sondern als „eine Art Bewusstseinsverschiebung zu betrachten“, wie er wortwörtlich sagte. Seiner Meinung nach existieren solche Weltuntergangs-Mythen einfach in unserer kollektiven Psyche, künden aber davon, dass eine Ära oder Epoche endet. Erich von Däniken geht statt vom 21. Dezember 2012 vom 23.12.2012 aus, wie er in einem Interview mit dem Magazin „Mysteries“ sagte. Das um zwei Tage verschobene Datum, auf das sich viele Maya-Forscher beziehen, kam dadurch zustande, dass in einer alten Maya-Ruine im mexikanischen Tortuguero eine Inschrift entdeckt wurde, die sich auf die Rückkehr eines Gottes bezieht. Dazu gab es eine Datumsangabe, die umgerechnet den 23. Dezember 2012 ergibt. Doch es gibt auch noch andere Berechnungen zum Enddatum des Mayakalenders. Laut des Maya-Forschers Johann Callemann endet der Maya-Kalender bereits im Oktober 2011. Andere Maya-Forscher datieren das Enddatum auf den 15.3.2012, wobei die neue Welt dann am 5./6. Juni 2012 beginnt, wenn es zu einem Venus-Transit kommt. Auch der 1. Juni 2012 wird favorisiert. Der deutsche Vermessungstechniker Andreas Fuls und der kanadische Archäologe Bryan Wells wollen laut ihrer Berechnungen die bisherige Maya-Chronologie sogar um 208 Jahre nach hinten verschoben sehen. Demnach würde sich das Enddatum des Mayakalenders auf das Jahr 2220 verlagern. Die beiden Forscher haben mehrere Maya-Daten überprüft und mit astronomischen Ereignissen verglichen. 2012 wird von vielen auch mit einer Kollision mit dem Planeten Nibiru in Verbindung gebracht. Dazu hat sich jetzt sogar die NASA geäußert. Aufgrund des Filmstarts von „2012“ gab sie auf ihrer Website (www.nasa.gov) eine Stellungnahme dazu ab, in der es heißt, dass „diese Behauptung durch keinerlei Fakten gerechtfertigt“ sei. Befände sich tatsächlich ein Planet auf Kollisionskurs mit der Erde, hätten Astronomen diesen schon seit mindestens zehn Jahren verfolgt. Zudem wäre er mittlerweile mit bloßem Auge sichtbar. Und was sagten die alten Völker zu 2012? Die Maya gingen von einer neuen Welt aus, die in Bewusstheit und als ein Herz lebt. Die Azteken sprachen von einem Übergang in die „5. Ausdehnung“, die Inka vom Goldenen Zeitalter und dem Beginn des 6. Menschenalters. Für die Cherokee endet dieses Zeitalter am 18.12.2012, für die Anasazi zwischen dem 22. und 23. Dezember 2012, wobei für sie dann die 5. Welt beginnt. Die Hopi sprechen ebenfalls vom Übergang in die 5. Welt, wobei sie das Jahr 2011 als Eintrittsdatum nennen. Für die Maori löst sich 2012 der Schleier auf. Im Judentum werden drei Tage genannt – der 27.5.2012, der 17./18.9.2012 und der 26.9.2012 – in denen sich die Himmelstore öffnen und wieder schließen. Im tibetisch-buddhistischen Glauben beginnt das Goldene Zeitalter erst 2027. „2012“ – von Roland Emmerich auf bloße Zerstörung reduziert – bringt jetzt Meinungen hervor. Die einen werden jetzt vielleicht zum ersten Mal von 2012 und dem Ende des Mayakalenders hören und sich informieren wollen. Die anderen werden es als reine Weltuntergangsprophetie abtun. Bereits erwachte Menschen und jene, die dabei sind, ein neues Bewusstsein zu entwickeln, lassen sich von dem Film nicht erschüttern. Sie wissen, dass wir selbst es sind, die die Zukunft erschaffen – ob der Mayakalender nun morgen oder erst im Jahr 2220 endet. Susanne Sejana Kreth (Quellen: Spiegel Online; Mysteries 6/09, Nov./Dez. 09; WK 11.11.09, www.kraftderkreise.de)
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Dieser Kurzartikel ist ein Kommentar und eine Ergänzung zu dem, was in “Lichtsprache” Nr. 69 zum Thema 2012 geschrieben wurde. Er soll das ansprechen, was im Heft noch nicht gesagt wurde. Daher erfüllt er allein keinen Anspruch auf Vollständigkeit zum Thema 2012. |
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