LICHTSPRACHE
Die Zeitschrift für den Transformationsprozess

Meisterschaftskonferenz
MK-20gr

Meisterschafts-Konferenz

für Wissenschaft und Spiritualität

 

19. - 22 Juni 2008 in Hamburg

ein Bericht von Susanne Sejana Kreth

 

Im Juni veranstalteten das Team von Reconnection, die Buchhandlung Wrage und der Koha-Verlag eine Konferenz, die ganz der Verknüpfung von Wissenschaft und Spiritualität gewidmet war.

Seit Isaac Newtons Zeiten wurde die Wissenschaft streng von spirituellen Glaubenskonzepten getrennt. Dadurch hat sich ein Lager aus zwei ganz unterschiedlichen Weltsichten entwickelt: das der klassisch wissenschaftlichen und das der spirituellen Sichtweise. Doch in den letzten Jahren näherten sich beide Weltanschauungen wieder an, da die alte Weltsicht im Wandel durch neue Erkenntnisse keine Antworten auf neu aufgekommene Fragen mehr findet. Die neue Physik, wie sie bereits genannt wird, ist am entstehen, und sie hat dort Antworten gefunden, wo sie es wahrscheinlich am allerwenigsten vermutet hätte: in spirituellen Konzepten.

Die Liste der Referenten der Meisterschafts-Konferenz bestand aus namhaften Vertretern beider Glaubens- und Wissenszweige, und sie alle stellten ein gemeinsames Konzept vor: Dass es eine Kraft gibt, die über die Mate-rie hinaus wirkt und dass ein unsichtbares Feld existiert, das alles miteinander verbindet. Die etwa 250 Konferenzteilnehmer, die aus allen Bereichen von Wissenschaftlern bis zu Heilpraktikern reichten, kamen in den Genuß, Referenten wie Rupert Sheldrake, Gregg Braden, Dr. Bruce Lipton, Dr. Ervin Laszlo, Lynne McTaggart oder Masaru Emoto zu erleben. Eingeladen dazu hatte der amerikanische Heilpraktiker Eric Pearl, der als Moderator durch die Konferenz führte.

Rupert Sheldrake – Morphische Resonanz

Der Eröffnungsvortrag wurde von Rupert Sheldrake, dem Entdecker der Morphogenetischen Felder, gehalten. Der promovierte Zellbiologe erklärt mit seiner morphischen Feld-Theorie, dass ein Feld existiert, in dem Informationen als eine Art Gedächtnis gespeichert werden. Diese Informationen werden von den jeweils vorherrschenden Systemen übernommen und sind, sobald sie einmal gespeichert sind, an jedem Ort verfügbar und abrufbar.

Er sprach über den Urknall, dessen Theorie 1966 aufgestellt wurde, bei dessen Ausdehnungs- und Abkühlungsprozess das Universum und alles Leben entstand. Damals dachten die Wissenschaftler, dass der Prozess endlich wäre, doch heute, mit der neuen Sichtweise in der Physik, weiß man, dass alles in stetiger Entwicklung ist. Dabei sprach er den Mechanismus an, der uns Menschen von alten Angewohnheiten in neue Programme führt. Bei jedem Schritt werde die Annahme des Neuen leichter. Für diesen evolutionären Prozess zeigte er einige Beispiele aus der Biologie auf, z. B. warum Ratten in nachfolgenden Generationen in der Lage sind, vorhandenes Wissen schneller anzuwenden.

Er bezog sich dabei auf ein Experiment, das der Harvard-Professor Mc Dougall gemacht hatte. Dieser hatte Ratten beigebracht, aus einem Wasserlabyrinth zu entkommen. Während sich die erste Generation der Ratten schwer damit tat, den Ausgang zu finden, waren ihre Nachkommen bereits schneller. Die nächste Generation lernte noch schneller. Bei der 22. Generation lag die Fehlerquote nur noch bei 10 Prozent. Mit der Vererbungslehre war dies nicht zu erklären gewesen, weshalb Sheldrake in dem Experiment eine Bestätigung für seine Theorie des morphogenetischen Feldes sieht. Anhand von Fruchtfliegen zeigte er, wie evolutionäre Prozesse zu Mutationen führen, z.B. als eine Fliegenspezies mit vier Flügeln sich zu einer mit zwei Flügeln transformierte oder sich eine Wandlung in deren Eiern vollzog, ohne dass es zu einer direkten genetischen Veränderung kam. Jedesmal findet bei den nachfolgenden Generationen eine schnellere Anpassung statt.

Auch wenn bei künstlichen Substanzen wie chemischen Stoffen, die von der Industrie hergestellt werden, kein morphogenetisches Feld existiert und deren Herstellung am Anfang langwierig sein kann, ließe sich beobachten, dass, einmal produziert, die gleiche Substanz an unter-schiedlichen Orten schneller hergestellt würde. Dies passiere auch dann, wenn zwischen den Orten keinerlei Austausch von Substanzen stattfindet. Eine einmal im morphogenetischen Feld abgelegte Form, so Sheldrake, bilde damit die Hülle, in die jede identische Materie hineinwächst. Zuerst entsteht bei diesem Vorgang ein Kristall, mit denen auch er gearbeitet hat, als er forschte. Dabei stellte er etwas Erstaunliches fest: Dass der Schmelzpunkt, der für jede Substanz als physikalische Konstante festgelegt ist, sich erhöht hat. Die Wissenschaftler erklärten sich dieses Phänomen jedoch dadurch, dass die Substanzen rein sind, wodurch automatisch ein höherer Schmelzpunkt entsteht. Bei der Substanz Acetylsalicylsäure (Aspirin) z.B. ging der Schmelzpunkt aber tatsächlich zwischen 1914 und 1996 um 12° C in die Höhe. Und das ist nicht das einzige Beispiel, das Rupert Sheldrake nannte. Wissenschaftler tun sich jedoch noch schwer, näher auf diese Veränderung einzugehen, die sich in den jeweiligen morphischen Feldern durch fortwährende Weiterentwicklung chemischer Substanzen ergeben hat.

Die morphischen Resonanzfelder befänden sich im Inneren und im Umfeld dessen, was sie organisieren, so Sheldrake. Das Bild mit den Eisenspänen (Bild links) zeige dies ebenso gut wie das Magnetfeld, das unseren Planeten umgibt (Bild rechts). Teile man einen Magneten, so bleibe es nicht dabei, dass die abgetrennten Teile ihren jeweiligen Pol beibehalten. Stattdessen seien bei den neuen Teilen wieder Nord- und Südpol messbar. In der Biologie fände man ebenfalls Entsprechungen, etwa bei der Weide, die bei Abtrennung eines Zweiges, den man in die Erde steckt, wieder einen vollständigen Baum hervorbringt. Oder bei dem Libellen-Embryo, das, durchtrennt man es, trotzdem noch das komplette Feld abdeckt. Oder die Regeneration einer Augenlinse bei einem Molch, dem die Linse entfernt werden musste, und die nach 30 Tagen wieder nachgewachsen war.

Bei uns Menschen sei es das Gleiche. Dazu führte er den Flynn-Effekt vor, eine Studie, die zwischen 1918 und 1989 den relativen Intelligenzquotienten von Menschen maß, und der sich ständig steigerte, weil jede Generation von der vorherigen profitierte. Nicht, weil der Mensch immer intelligenter wird, sondern weil der IQ-Test sich in das Resonanzfeld eingeprägt hat und dadurch leichter wird. Herausgefunden hatte dies James Flynn, nach dem die oben genannte Studie benannt wurde. Rupert Sheldrake führte als Beispiel ebenfalls seinen 16-jährigen Sohn an, der durch morphische Resonanz bei Klausuren mehr Punkte bei gleichbleibender Arbeit machte, einfach dadurch, dass er sich bewusst in das jeweilige Resonanzfeld des Themas hineinbegab. Und das ging ganz einfach: Bei den Physik- und Mathe-Klausuren machte er einfach die letzten Aufgaben zu-erst. Und wenn er sich dann an die ersten Aufgaben machte, hatten die anderen Schüler diese bereits gelöst und ihre Antworten ins morphische Resonanzfeld der Klasse eingeprägt.

Damit kam Rupert Sheldrake darauf zu sprechen, dass die Natur harmonisch organisiert ist und dass in jedem Teil eine Ganzheit zu erkennen ist, die mehr als die Summe ihrer Teile ist. Das Bild links zeigt die symbolische Darstellung der harmonisch organisierten Natur, die zeigt: Wie im Großen, so im Kleinen. Das Bild repräsentiert Zellen, aber auch ganze gesellschaftliche Systeme.

Die Morphischen Resonanzfelder bestehen aus dem kollektiven Gedächtnis, und jedes Mitglied trägt dazu bei. Die Resonanz ist dabei abhängig von dem Prinzip der Ähnlichkeit und der Eigenresonanz. Dies gilt nicht nur für Formen, sondern auch für das Verhalten. Jede gesellschaftliche oder politische Gruppe, jede Spezies hat ihr eigenes morphisches Feld.

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Die Felder der Vorfahren vermischen sich ebenfalls mit denen der heutigen Familien. Bert Hellingers Familienaufstellung beruht auf solch einem Resonanzfeld. Auch eineiige Zwillinge bilden ihr eigenes Resonanzfeld. Jeder individuelle Geist ist stets mit den anderen Resonanzfeldern verbunden und deshalb nie ganz für sich allein, da sich der Geist des Kollektivs immer vermischt. Rupert Sheldrake glaubt z.B., dass Langzeit-Erinnerungen nicht im Gehirn gespeichert sind, sondern im morphischen Resonanzfeld. Das würden auch Versuche mit Ratten belegen. „Das Gehirn wird überbewertet.“ sagte Sheldrake. „Es ist eher mit einem TV-Gerät vergleichbar als mit einem Videorecorder.“ Auf diese Weise würden sich auch Erinnerungen an frühere Leben und die jahrhundertelange Bewahrung von religiösen und kulturellen Ritualen erklären.

Und was ist mit belegten Erinnerungslücken nach einem Hirnschlag oder durch Alzheimer? Dies erklärt Sheldrake ebenfalls mit dem TV-Gerät, bei dem in diesem Fall bestimmte Kabel zerschnitten seien. Es bliebe aber weiterhin Empfänger für die Erinnerungen aus dem Resonanzfeld. Nur speichern täte es selbst nichts. Mit dem morphischen Resonanzfeld ließe sich also das Thema Gedächtnis ganz neu formulieren.

Die Evolution, so Sheldrake, geschähe durch ein Wechselspiel zwischen Angewohnheit (Gedächtnis aus dem morphischen Feld) und Kreativität, wodurch neue Impulse entstünden, die für die Weiterentwicklung auf der stabilen Basis des Vorherigen sorgen.

Beides brauche einander, um weder Chaos noch Stillstand entstehen zu lassen. Der Raum für Kreativität entstünde, sobald der alte gewohnte Raum blockiert werde. Dies könne durch Mutation, durch einen Unfall oder andere Vorfälle passieren, die eine Unterbrechung erzeugen. So entstünde Wandlung und Weiterentwicklung. Wird diese lange genug wiederholt, wird auch sie irgendwann zu einer Angewohnheit, die sich im Resonanzfeld eingeprägt hat.

Eine Frage bliebe dabei jedoch unbeantwortet, sagte Sheldrake zum Abschluss seines Vortrages: Wo kommt Kreativität her? Die einen sagen, der kreative Impuls komme aus dem Unbewussten, während die anderen sagen, Kreativität sei Inspiration aus höheren Ebenen.

Und dann gäbe es jene, die sagen, dass der Natur eine Intelligenz innewohnt, aus der dieser kreative Impuls kommt.


Eric Pearl,
der Initiator der Konferenz, hat viele Jahre als Chiropraktiker in Los Angeles gearbeitet, bis ihm seine Patienten eines Tages gesagt haben, dass sie seine Hände auf ihrem Körper wahrnehmen können, obwohl er sie gar nicht berührt hatte. Es folgten Heilungen, auf die Ärzte und Forscher aufmerksam wurden, wodurch es an Krankenhäusern und Universitäten zu ganz neuen Forschungsansätzen kam. Eric Pearl entwickelte später die Heilweise „The Reconnection – Heilung durch Rückverbindung“ und gibt dieses Wissen heute in Seminaren überall auf der Welt weiter.

Er selbst gab auf der Konferenz keinen Vortrag, sondern sprach zwischen den Vorträgen der Referenten zum Publikum. Bevor er den nächsten ankündigte, bezog er sich jeweils immer auf das Thema des vorherigen Referenten und erzählte Anekdoten oder Beispiele dazu. Nach dem Vortrag von Rupert Sheldrake, in dem es unter anderem um evolutionäre Schritte gegangen war, sprach er von der Notwendigkeit, uns über das Gewohnte hinauszubewegen, wenn wir uns weiterentwickeln und im evolutionären Prozess voranschreiten wollen. Oft halte uns nur die Angst davon ab, etwas zu verändern. Und oft verändern wir erst dann etwas, wenn den alten Mustern der Weg versperrt ist. Die Herausforderung liege darin, aus freien Stücken kreativ zu sein, so dass die Veränderung von selbst und aus dem Inneren heraus geschieht.
 

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Gregg Braden – Wissenschaft der Wunder

Rupert Sheldrake hatte über die Morphischen Resonanzfelder referiert. Fortführen tat dieses Thema am nächsten Konferenztag der spirituelle Wissenschaftler Gregg Braden, der davon ausgeht, dass ein übergeordnetes Feld existiert, das er die „Göttliche Matrix“ nennt. Es sei notwendig, so Braden, Wissenschaft mit Spiritualität zu verknüpfen, da die Wissenschaft wieder glauben lernen müsste, um sich auszudehnen und zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Dass die alten Traditionen, die auf Glauben basierten, tiefe Weisheit und Wissen in sich tragen, weiß er, weil er über zwanzig Jahre lang herumreiste und alte Kulturen und Klöster besuchte, um ihr Geheimnis zu entdecken und zu erforschen. Dabei sprach er mit vielen Menschen und kam an uralte Schriften heran, die ihm das nötige Wissen darüber vermittelten. Dadurch konnte er feststellen, dass die moderne Wissenschaft von zwei grundsätzlich falschen Annahmen ausgeht. Zum einen, dass der Raum zwischen den Dingen leer ist, und zum anderen, dass innere Erfahrungen keine Auswirkung auf die äußere Welt haben. Dem stellt er gegenüber, dass eine gemeinsame Matrix den Raum im ganzen Universum, beginnend beim Urknall, ausfüllt, und dass die Sprache dieser Matrix Emotionen und Gefühle seien. Statt passiv zu sein, würden wir in einem „interaktiven“ (oder auch „partizipatorischen“) Universum leben, in dem wir aktiv an den Geschehnissen beteiligt sind – und das nicht nur durch unser Handeln, sondern auch durch unsere Gefühle und unsere Gedanken.

Wir befänden uns in einer einzigartigen Zeit, so Gregg Braden, bei der es darum gehe, ob wir die bestmögliche Zukunft für unseren Planeten erschaffen. Dabei sei ein wichtiger Punkt, dass wir selbst die Verantwortung dafür tragen, wie wir diese kreieren. Mittlerweile seien von Experten mehrere Versionen eines möglichen Zukunftsszenarios entworfen worden: 1. Dass es zur Klimakatastrophe kommt, 2. dass es zur unkontrollierten Virenausbreitung kommt, 3. dass die Hungersnöte sich ausweiten und 4. dass es zu einem globalen und möglicherweise atomaren Krieg kommt. Wir gehen in einen Engpass hinein, eine Zeit, in der die Ressourcen und unsere Fähigkeit knapp werden, Lösungen zu finden. Jede einzelne dieser vier Versionen könne bereits das Ende unserer Zivilisation bedeuten. Und Tatsache sei: Die ersten drei Szenarios seien bereits im Gange. Und wir hätten nur die Chance, diese Zeit zu überleben, wenn wir lernen, anders über uns und die Welt zu denken und die zwei falschen Grundannahmen ablegen.

Nur auf diese Weise würden wir Menschen zum Frieden auf Erden finden und aufhören, die Ressourcen der Er-de zu erschöpfen. Nur so würden die Menschen wieder zusammenfinden und kooperieren lernen, statt in Konkurrenz zueinander zu gehen. Indem wir heute umden-ken und die falschen wissenschaftlichen Annahmen korrigieren, so Braden, lernen wir anzuerkennen, dass alles miteinander verbunden ist.

Dieses Feld, das überall im Universum, auf der Erde und zwischen allen Menschen existiere, werde ständig genährt durch unsere Emotionen und Gedanken, wodurch sich das, was wir denken und fühlen, in unserem Umfeld manifestiere. Dass dieses Feld existiert, habe auch bereits die Wissenschaft bestätigt. Im August 1986 berichtete das Wissenschaftsmagazin „Nature“ in seiner 322. Ausgabe in großen Lettern: „Das Feld existiert doch!“ Eigentlich hätte diese Nachricht große Schlagzeilen in allen großen Tageszeitungen und sogar bei CNN abgeben müssen, doch niemand berichtete darüber. Denn es hätte alles Gewohnte umgestürzt. Man hätte Lehrbücher und Unterrichtspläne umschreiben müssen, und es hätte ganze „Karrieren“ ruiniert.

Das Feld habe viele Namen. Physiker sprechen vom „Quanten-Hologramm“, Stephen Hawking nennt es den „Geist Gottes“, der Vater der Quantenphysik Max Planck nannte es die „Matrix“. Gregg Braden selbst nennt es die „Göttliche Matrix“, während sein Kollege Bruce Lipton vom „Umfeld“ spricht. Und andere nennen es schlicht „Das Feld“, wie Lynne McTaggart es tut. Dieses Feld zeige, dass wir mit allem verbunden sind und auf diese Weise mit allem kommunizieren können. Daher seien wir nicht nur bloße Beobachter in einem sich selbst organisierenden Universum, sondern gleichzeitig auch aktive Schöpfer desselben – etwas, was der glaubende und spirituelle Mensch seit Jahrtausenden weiß, die heutigen Wissenschaftler aber erst jetzt herausfinden. Die Beweise dafür fand Gregg Braden in Klöstern in Tibet und in den Schriftrollen vom Toten Meer, die er intensiv studierte.

„Die Wirklichkeit existiert nur dort, wo wir einen Fokus erschaffen“. Auf dieses Zitat stieß Gregg Braden in einem tibetischen Kloster. Und es besagt, dass wir in unserem Bewusstsein einen Fokus schaffen, der im Körper einen Prozess auslöst. Dieser Prozess, ist er erst einmal in Gang gekommen, tritt in eine Wechselwirkung mit den Kräften der Natur und der Schöpfung und hat dann eine Auswirkung auf unsere physische Welt. Bisher sagte der Mensch dazu „Wunder“, doch in Wirklichkeit habe er diesen Vorgang nur noch nicht verstanden. An diesem Punkt erwähnte Gregg Braden das 1909 durchgeführte Doppel-Schlitz-Experiment, das auf den so genannten Beobachter-Effekt hinauslief. Wenn der Wissenschaftler, der bei dem Experiment anwesend war, auf den Ausgang desselben fokussierte, hatte er Einfluss darauf. Solch ein Experiment sei kürzlich in der Schweiz wiederholt worden, und 2007 berichtete „Nature“ über den Beobachter-Effekt und stellte die Frage: Erschaffen wir die Welt, indem wir sie beobachten? Und die Antwort sei: Ja.

Der im April verstorbene John Wheeler, der den Begriff „Schwarzes Loch“ geprägt habe, vertrat diese These ebenfalls und sagte sogar, dass der Gedanke, wir seien bloße Beobachter, sogar abgeschafft gehöre, da wir Mitschöpfer dieser Welt seien. Dieser Gedanke sei Inhalt der neuen Wissenschaften, die jetzt am Entstehen sind.

Glaube entstehe aus der Vereinigung von Gedanken und Gefühlen. Als Gregg Braden von Glauben erzählte, berichtete er von seinen Tibet-Reisen, und wie er bei einer der Reisen dem Abt eines Klosters die Frage stellte: „Was ist die Kraft, die alles im Universum zusammenhält?“ Die Antwort bestand in nur einem Wort, und dieses Wort war: Mitgefühl. Leicht unzufrieden über diese „einfache“ Antwort, fragte Gregg Braden den Abt, ob Mitgefühl eine Kraft im Universum sei oder eine in uns selbst. Und der Abt antwortete genauso so knapp wie zuvor: „Ja“. Damit sagte der Abt, dass es sowohl als auch sei, dass wir das Gefühl in uns erzeugen können, durch das wir uns auf genau die Kraft einschwingen können, die das Universum zusammenhält.

Im Zuge seines Berichts über Tibet zeigte Gregg Braden das Foto einer tibetischen Frau, die im Jahr 2005, als das Foto entstand, 120 Jahre alt war und sehr viel jünger aussah. Die sah gesund aus, hatte klare Augen und sprühte nur so vor Leben. Ihr Geheimnis sei ihr großes Mitgefühl. Sie trinke außerdem von einer natürlichen Wasserquelle und baue ihre eigene Nahrung an. Dann zeigte Gregg Braden das aktuelle Foto einer Frau aus Israel, die ebenfalls 120 Jahre alt ist. Auch diese Frau wirkte sehr viel jünger. Ihr Geheimnis sei ihre tiefe Liebe zu ihren Kindern. Dann zeigte er ein Foto von einer Frau aus den USA, die 114 Jahre alt ist. Diese älteste Frau aus den Vereinigten Staaten sah älter aus als die zwei vorherigen Frauen, und das lag daran, dass sie sich nicht so gut fühlte. Dies zeige, dass das Gefühl, das man habe, ganz wesentlich zum Alterungsprozess des Körpers beiträgt.

An dieser Stelle zeigte Gregg Braden einen Film, der in einer chinesischen Heilklinik gedreht worden war und der eindrucksvoll zeigte, wie durch das Feld/die Matrix die Wirklichkeit verändert werden kann. (Wer im letzten Jahr beim Seminar von Gregg Braden und Bruce Lipton in Hamburg war, kennt diesen Film bereits). Er zeigte die Behandlung einer Frau, die unter Blasenkrebs im Endstadium litt und die alle Behandlungsversuche erfolglos durchlaufen hatte. In Echt-Zeit wurde nun gezeigt, wie der Tumor sich innerhalb von knapp 3 Minuten auf dem Ultraschallbild verkleinerte und schließlich ganz verschwand. Drei Geistheiler hatten bei der Behandlung um die Frau herum gestanden und ein Mantra gesungen, während sie die Schwingung des Mitgefühls in das Feld gegeben hatten. Mitgefühl sei die Medizin der Heilung, so Gregg Braden.

Alles drehe sich um den Glauben – das zeige die Heilung der Frau wie auch die Frauen, die sehr viel jünger als ihr körperliches Alter wirkten.

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Dann ging Gregg Braden auf die Chakren ein. Die drei oberen Chakren hätten etwas mit Kommunikation zu tun und stünden mit den Gedanken in Verbindung. In unseren Gedanken stellen wir uns vor, was wir gerne erschaffen möchten. Die unteren drei Chakren seien mit den Emotionen verbunden, die den Gedanken nähren. Vermischen sich die Gedanken mit den Emotionen, entsteht ein Gefühl, das sich im Herzchakra ausdrückt. Problematisch wird es, wenn zu einem Gedanken eine konträre Emotion wie Angst entsteht, wodurch sich das, was man sich wünscht, möglicherweise nicht oder anders erfüllt. 

Die Heilung der Frau mit dem Blasenkrebs konnte zustande kommen, weil die Heiler ein Gefühl erzeugt hatten, als sei die Heilung bereits eingetreten. Das Herz sei der Ausgangspunkt für dieses Gefühl. „Glaube ist ein Gefühl in unserem Herzen“ sagte Gregg Braden.

Dann zeigte er einen weiteren Beweis für das Feld, das durch Mitgefühl Heilung erzeugen kann. Dazu erzählte Gregg Braden die Geschichte zweier frühgeborener Zwillingsmädchen, die in einem New Yorker Krankenhaus geboren wurden und nach üblicher Vorgehensweise in zwei Inkubatoren gesteckt wurden. Die Zwillinge wurden also nach Monaten, die sie gemeinsam im Mutterleib verbracht hatten, voneinander getrennt. Das eine der beiden Mädchen war nicht so stark wie das andere, und ihre Lebenszeichen ließen rasch nach. Da das Baby zu sterben drohte, brach die Krankenschwester, die das Kind betreute, die Krankenhausregeln und brachte das Mädchen zu seiner

stärkeren Schwester und legte sie zu ihr in den Brutkasten. Und was dann passierte, war eindrucksvoll, denn sobald das stärkere Mädchen spürte, dass ihre Schwester neben ihr lag, hob sie intuitiv unter Aufgebot all ihrer Kraft ihren Arm und legte ihn um ihre Schwester. Sobald dies geschehen war, normalisierten sich die Lebenszeichen des schwächeren Mädchens wieder. Es wurde mit der Zeit stärker und überlebte.Auch vom Placebo-Effekt sprach Gregg Braden, denn auch dieser zeige eindrücklich, wie stark der Glaube an Heilung Heilung zur Folge hat. Eine Dopamin-Studie zeigte sogar, dass mit einem Placebo nicht nur Schmerzfreiheit erzeugt werden konnte, sondern dass der Körper sogar nachhaltig reagierte und die Gehirnzellen sich so veränderten, als hätten sie tatsächlich das Dopamin bekommen. Dies veranschaulicht auf eindrucksvolle Weise, wie sehr wir allein durch unseren Glauben die Physis verändern können. Das gilt natürlich auch für das Gegenteil: Glaubten die Probanden einer Placebo-Studie, chemotherapeutische Mittel bekommen zu haben, entwickelten sie Nebenwirkungen wie Haarausfall und die Schwächung ihres Immunsystems.

Alles bestehe aus elektromagnetischer Energie, fuhr Gregg Braden fort – der Raum zwischen den Atomen, unser Umfeld, das Sonnensystem. Die Konsequenz daraus sei: Wenn wir die elektromagnetische Energie verändern, können wir das Atom verändern! Verändere man das elektrische Feld eines Atoms, verändere man das Atom selber. Diesen Effekt habe man Stark-Effekt genannt. Wenn man das magnetische Feld des Atoms verändert und damit das Atom, nennt sich das der Zeeman-Effekt. Mit einer Veränderung am elektromagnetischen Feld eines Atoms sei man also in der Lage, auf das Material Einfluss zu nehmen, aus dem der Körper und unsere Welt besteht.

Das stärkste elektro-magnetische Feld unseres Körpers werde vom Herzen erzeugt (Bild rechts). Das elektrische Feld des Herzens ist bis zu 100 Mal stärker als das des Gehirns. Und das Magnetfeld sei sogar 5000 Mal stärker als das Feld des Gehirns. Diese Entdeckung wurde vom HeartMath-Institut gemacht. Das Herz sei sozusagen so gestaltet, dass es das Material verändern kann, aus dem unsere Welt besteht! „Durch unsere Gefühle können wir also viel mehr erreichen als durch das Denken!“

 

Der ganze Artikel findet sich in LICHTSPRACHE Nr. 62.

Teil 2 des Artikels kann man in LICHTSPRACHE Nr. 63 nachlesen.