LICHTSPRACHE
Die Zeitschrift für den Transformationsprozess

 Die heilende     Kraft der Musik
Robert-Coxon-1903

Robert H. Coxon:

Die heilende Kraft der Musik

 

mit einem Gastauftritt von Lee Carroll

ein Seminarbericht von Susanne Sejana Kreth

Robert H. Coxon ist Komponist, Musiker und Klangforscher. Mit anderthalb Jahren hatte er begonnen Klavier zu spielen, um bereits mit 11 Jahren eigene Stücke zu komponieren. Mit 15 Jahren hatte er seine erste Band. Später studierte er an der McGill University in Montreal (Kanada) Musik und Komposition, lernte neben dem Klavier noch Posaune und wurde Pop- und Jazzmusiker. Neben seinen Auftritten unterrichtete er, hasste es aber, einer geregelten Arbeit als Musiklehrer nachzugehen. Stattdessen leitete er eine zehnköpfige Disco-Band, deren Songs in den Hitlisten der „Top Fourty“ standen. Danach spielte er in einer sehr bekannten Band, die ebenfalls Hits produzierte. Doch nach einer Weile entleerte ihn das Tourneeleben und das Spielen in Nachtclubs und er suchte sich ein neues musikalisches Umfeld. Diesmal fing er an zu komponieren. In seinem Studium hatte er sich bereits auf Klassische Musik konzentriert. Und von Kind an schlummerte in ihm ein spirituelles Wissen, von dem ihm seine Großmutter, die auch mit Edgar Cayce bekannt gewesen war, immer erzählt hatte. Als er zwischen 6 und 8 Jahren alt war, hatte sie ihm viel von geistigen Sphären, dem, was heute als New Age gilt und von fliegenden Untertassen erzählt. Es dauerte zwar noch viele Jahre, bis er auf den spirituellen Pfad kam, aber die ersten Berührungen damit fanden schon in seiner Kindheit statt. Als er nun nach neuen musikalischen Inhalten suchte, kam es zu spirituellen Erfahrungen, die ihn sich nicht nur erinnern ließen, sondern ihn spüren ließen, wie Musik von physischem Schmerz befreien kann. Dies erlebte er am eigenen Körper, als er sich der Silva-Methode zuwandte, bei der er mit Musik von Schmerzen im Bewegungsapparat geheilt wurde. Es regte ihn an, sich der heilenden Kraft der Musik zu widmen. Daraufhin begann Robert Coxon, Klänge zu erforschen und Stücke zu entwickeln, die zur Entspannung und Heilung verhelfen. Die Inspiration dazu empfängt er „von oben“; er channelt sie.

Sein erstes Album „Crystal Silence“, das damals noch auf MC herauskam, erhielt innerhalb eines Jahres die „Goldene Schallplatte“. Heute ist er einer der bekanntesten New-Age-Musiker in Kanada. Schon seit vielen Jahren begleitet er Lee Carroll auf dessen weltweiten Kryon-Veranstaltungen. Robert Coxons CD´s, wie z.B. „Prelude to Infinity“ enthalten Stücke, die – wie Lee Carroll sagt – „zu Herzen gehen und den Zuhörer zum Ursprung aller Schönheit und zur Heilung führt“. Tatsächlich liegt in seiner Musik eine stille Schwingung von Schönheit. Man fühlt sich an Filmmusik erinnert, die verzaubernden klassischen Filmen Tiefe verleiht. Und auch das ist gar nicht hergeholt, denn er komponiert tatsächlich auch ab und zu Filmmusik.

Das ganze Album „Prelude to Infinity“ (übersetzt: Auftakt zur Unendlichkeit) hilft dabei, „hinter den Schleier“ zu sehen, wie Kryon immer sagt. Das zweite Stück („Coming Home“) der CD ist eine Melodie, die Robert Coxon häufig spielt, wenn er Lee Carrolls Kryon-Channelings musikalisch einleitet, und wenn man es hört, ist es so, als ob die Energie von Kryon spürbar wird und man meint, Lees Stimme zu hören. Lee Carroll selbst hatte das Album „The Silent Path“, das zehn Jahre zuvor erschienen und fünf Jahre lang Nummer 1 in Frankreich gewesen war, zuvor schon immer für seine Channelings verwendet, noch bevor sich die beiden kannten. Eines Tages rief Lee Carroll ihn an, um ihn um Erlaubnis zu bitten, seine Stücke für die Channelings auf seinen Events verwenden zu dürfen. Bald darauf trafen sich die beiden in Montreal, wo Lee Carroll channelte und Robert Coxon spielen sollte. Als sie sich begegneten, war es so, als hätten sie sich schon immer gekannt! Daraufhin begann ihre Zusammenarbeit.

Auch dieses Jahr war Robert Coxon bei der KRYON-Konferenz in Hamburg (siehe Bericht in diesem und im letzten Heft) dabei gewesen und hatte Lee Carroll während dessen Channelings musikalisch begleitet. Doch er war nicht nur als Musiker da, der für die Untermalung des Auftritts des Hauptakteurs zuständig war, sondern ein Mitwirkender der Konferenz, da auch er Botschaften empfängt und sie (statt sprachlich) musikalisch umsetzt. So stellte er innerhalb einer knappen Stunde dem Publikum einen Ausschnitt seines umfangreichen Repertoires vor, das von Klassik, Pop, Jazz bis hin zu russischer Folklore reicht. Einige kurze Kompositionen spielte er dem Publikum der Kryon-Konferenz vor und bekam zum Teil tosenden Applaus dafür. Außerdem berichtete er von Erlebnissen und Anekdoten, die ihm während seiner Veranstaltungen widerfuhren. So zum Beispiel von einem Event, das er und Lee Carroll vor zwei Jahren in Toronto (Kanada) veranstalteten. Nach einer Übung, in der er den Teilnehmern gezeigt hatte, wie man visualisiert und manifestiert, kam eine Frau mit Tränen in den Augen auf ihn zu und berichtete ihm, dass sie sich während der Meditation im Himmel befunden und dort wunderschöne Blütenblätter gepflückt hätte. Als sie dann mit ihrem Bewusstsein wieder in den Raum zurückgekehrt war, hatte sie auf ihre Hände heruntergeschaut, die in ihrem Schoß gelegen hatten, und dort lag ein Haufen frisch gepflückter Blumenblätter. Einige dieser Blütenblätter hat Robert Coxon heute noch. Er hat sie in ein Buch gelegt, doch sie sind noch immer frisch und haben ihre gleiche volle Farbe! „So leicht kann also auch Manifestieren sein!“ sagte er.

Ein anderes Beispiel geschah auf einer Veranstaltung in Philadelphia, bei der ein Mann, nachdem er gespielt hatte, wie in einer Bekehrungs-TV-Show aufsprang und rief „Ich bin geheilt! Ich bin geheilt!“ Der Mann hatte Tinnitus gehabt, ein schrilles Geräusch, das er ständig im Ohr gehört hatte. Nun war es weg! Der Hörsinn war für diesen Mann sehr wichtig, da er halb blind war, wie dessen Frau erzählte. Lee Carroll sah diesen Mann ein halbes Jahr später wieder, und stellte fest, dass das Ohrgeräusch immer noch nicht wieder da war. Ein Jahr später begegnete er ihm erneut, und es stellte sich heraus, dass er auch nicht mehr blind war.

Vor etlichen Jahre habe er, so erzählte Robert Coxon, einen Klang – basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen – entwickelt, der dabei hilft, den Geist klar und frei zu machen, ohne das Geplapper des Verstandes, so dass man wieder hören kann, wie das Universum zu einem spricht. Später erfuhr er dann folgende Geschichte: Im Mittelalter sangen die Mönche gregorianische Gesänge. Sie sangen dabei immer gemeinsam einen Ton und machten dabei eines Tages eine Entdeckung. Sie begannen die gleichen Melodien weiterhin zu singen, fügten aber eine Note mit einer offenen Quinte hinzu. Das hört sich wie eine Note an, besteht aber aus zwei Noten. Der katholischen Kirche gefiel das gar nicht, weil die Mönche auf diesem Wege die Formel für die Grundbausteine der Erde herausgefunden hatten – die elementaren Bausteine für die Manifestation! Damit wurden sie fähig, auf der physischen Ebene etwas zu manifestieren, ohne dass dies über die Kirche laufen musste. Dies wollte die Kirche natürlich nicht. Doch viel wichtiger war, so Robert Coxon, dass sie allein über diesen Klang eine himmlische Verbindung zum Universum herstellen konnten.

Manifestieren heißt, sein eigenes Lebensstück umzuschreiben und dabei zu wissen, dass man selbst der Autor seines Drehbuches oder – wie Robert Coxon sagt – der Komponist seines Stückes ist. Genau darum ging es auch auf seinem Seminar, das einen Tag nach der KRYON-Konferenz, am 14. April, – ebenfalls von Wrage organisiert – stattfand. Den etwa 50 Teilnehmern berichtete er, was er in seinem Leben an Manifestationen bereits erlebt hat, die durch die richtige innere Absicht von selbst ins eigene Leben traten. Dazu erzählte er, dass er an den jeweiligen Lebensabschnitten, an denen er aus einem alten Weg, Musik zu leben, aussteigen wollte, sich nicht von den Bedenken anderer hat beeinflussen lassen. Stattdessen wusste er immer, dass er auf dem richtigen Weg war, auch wenn dieser ersteinmal wirtschaftlich mager aussah. Doch seine Absicht ging immer in die Richtung, etwas zu machen, was seiner eigenen Leidenschaft entsprach – das einzig wichtige Element für eine Tätigkeit. Und das zieht sogar die materielle Fülle nach sich. Früher, so berichtete er, hoffte er, mit seiner Musik so viele Einkünfte zusammenzubekommen, dass es ihm möglich würde, zu reisen, um seine Musik überall bekannt zu machen. Heute würden ihm die Reisen sogar bezahlt werden!

Auf dem Seminar erzählte Robert Coxon ausführlich, wie die Musik, die er entwickelt hat, wirkt. Sein erstes Album „Crystal Silence“ brachte die Menschen zum Weinen, weil die Musik unmittelbar auf den Emotionalkörper und die emotionalen Chakren 3 bis 5 einwirkt und die Blockaden löst, die dort gespeichert sind. Meistens handelt es sich um emotionale Blockaden und Programmierungen aus der Kindheit, an die man sich gar nicht mehr erinnert. Ohne diese Muster und Blockierungen verstehen zu müssen, kann man sie, ausgelöst durch die Wirkung der Musik, an die Oberfläche kommen lassen und sie dann aus dem System entlassen. Das Album „Prelude to Infinity“ habe er so konzipiert, dass man durch die Wirkung der Musik lernt, das Drehbuch des eigenen Lebensfilmes neu zu schreiben. Dazu spielte er das Stück „Tranquility“, bei dem jeder der Seminarteilnehmer in den eigenen Lebensfilm hineingehen konnte, das heißt in Situationen, die den eigenen Manifestationswünschen entsprechen.

Er sprach über die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die man mittlerweile über Musik weiß, denn Töne und Klän-ge beeinflussen uns Menschen und unser Wohlbefinden. Musik, die zur Entspannung führt, liegt z.B. zwischen 50 und 65 Beats pro Minute. In den 1970er-Jah-ren kam das Buch „Superlearning“ heraus, in dem die beiden Autorinnen erklärten, dass Musik dazu verwendet werden kann, schneller und effektiver zu lernen. Und das sei klassische Barock-Musik, unter Verwendung von Largo-Tempi (langsamer Rhythmus). Der Bossanova verkörpert Sinnlichkeit, erzählte er, während der Tango – den Robert Coxon dann auch spielte – die Leidenschaft hervorholt. Leidenschaft sei für alles, was man tut, wichtig, selbst wenn man von Beruf Buchhalter ist, sagte er. Der Tango sei mit Leidenschaft und Freiheit verknüpft und ähnele der Schauspielerei.

Mit weiteren live gespielten musikalischen Beispielen demonstrierte Robert Coxon den Anwesenden, wie man Musik nutzen kann, um etwas zu bewirken. Dazu spielte er die verschiedensten Stücke. Mal war es ein Lied zur Unterhaltung und zur Lockerung – indem z.B. die Teilnehmer aufstehen und tanzen konnten – und mal war es ein Stück zur Demonstration der Macht der Musik. Auch innere meditative Reisen wurden unternommen. Für eine der Reisen channelte er live für die Gruppe ein Stück.

Dann erzählte er etwas über die sieben Grundnoten der Tonleiter, über die Harmonielehre und die Obertonreihe. Hier fügte er an, dass man nur die untere Oktave der Töne höre, aber alle Schwingungen der Obertöne mitkriege. Musik habe auch viel mit Geometrie zu tun, denn Musik sei der Grundbaustein des Universums. Der Grundton stehe analog zum Zentrum des Universums, während der zweite Oberton die Trinität herstelle. Geometrisch erhalte man aus dem Punkt eine Linie und mit einer weiteren Note ein Dreieck.

Toning gehörte ebenso zu den Inhalten des Seminars wie die richtige Atmung. Atmen sei ein wichtiger Teil des Manifestierens, sagte Robert Coxon, während er den Seminarteilnehmern zeigte, wie man richtig atmet. Vor allem die Tiefenatmung, bei der sich beim Einatmen der Bauch stark nach vorne wölbt, während der untere Rücken sozusagen mitatmet. Dort sitze das 2. Chakra, wo sich vor allem Ängste sammeln, was auch der Grund dafür sei, dass Polizisten am häufigsten an der Lendenwirbelsäule Schmerzen haben – dort, wo sich die Angst ansammelt, vor denen auch unsere Ordnungshüter nicht gefeit sind. Die Tiefenatmung löst diese angestaute Angst.

Doch um das 2. Chakra zu aktivieren und das ursprüngliche Selbstbewusstsein und Schöpfungsbewusstsein zu erlangen, müsse man auf der nächsten Ebene der Chakren arbeiten, fuhr Robert Coxon fort. So wie es die sieben physischen Chakren gibt, gibt es sieben Haupttöne der Tonleiter. Diese Noten könne man jeweils immer ei-ne Oktave höher spielen. Diese Oktaven entsprechen jeweils immer den verdoppelten Schwingungszahlen. Auf solch einer höheren Oktave oder Ebene verwandele sich die orangefarbene Schwingung der unteren Ebene des 2. Chakras in gold. Wird diese Schwingungsebene angestimmt, kommt eine höhere Ebene des Selbstwertes zum Vorschein und der Mensch wird fähig, seine Kreativität und sein eigenes Schöpfungspotential zu erkennen. Der Trick beim Manifestieren, so Robert Coxon, liege lediglich im Erreichen dieser höheren Schwingungsebene, auf der man das eigene Potential wie auch das der anderen erkennen kann. Diese Erkenntnis be-freie von den Beschränkungen, die man sich zuvor auferlegt hat. Die Musik, die diese Schwingungsebene des 2. Chakras erreicht, helfe sehr gut bei Suchtproblematiken, erzählte Robert Coxon, da Sucht die Folge eines verschlossenen 2. Chakras sei, wo das eigene Schöpfungspotential zur Sehnsucht und schließlich zur Sucht wird. Nach dieser Erläuterung spielte Robert Coxon drei Stücke einer seiner CD´s an, die das Sakralchakra anregen.

Robert Coxon erzählte auch, wie er selbst manifestiert. Er setzt die Absicht für das, was er wirklich möchte, in seinem Geist fest und vermeidet es, weiter darüber nachzugrübeln und ins Detail zu gehen. Er schläft einfach eine Nacht darüber. Wenn er dann am nächsten Morgen aufwacht, ist die Manifestation bereits gereift. Als Musiker drehen sich seine Manifestationen natürlich meistens um Kompositionen. Nachdem er die Absicht, ein Stück zu kreieren festgesetzt hat, fängt er nicht an, die Noten auszusuchen, sondern schläft darüber, um sich am nächsten Morgen gleich ans Klavier zu setzen und das Stück zu kreieren. Doch das klappe auch nicht immer, gab er zu. Wenn nichts passiert, obwohl man alle Absicht in ein gewünschtes Projekt gesteckt hat, dann sollte man überprüfen, ob die Absicht wirklich mit der inneren Wahrhaftigkeit übereinstimmt. Michael Thomas aus der Parabel „Die Reise nach Hause“ (Kryon, Lee Carroll) lehre uns, dass die Absicht rein sein muss, sonst könne es sein, dass die Manifestationen nicht gelingen. Wenn er also morgens an seinem Klavier sitzt und die Stücke kommen lässt, mischen sich die verschiedensten Melodien dazwischen. Mit den Jahren habe er jedoch gelernt, genau hinzuhören, was aus der höheren Ebene kommt. Heute weiß er, dass sein Höheres Selbst sehr viel mehr weiß als der Mensch Robert Coxon.

Es sei das ICH BIN das ICH BIN, vom dem aus die Wunder stattfinden, sagte er. Kommt man mit dem wirklichen ICH in Kontakt, das manche das Höhere Selbst oder die Essentielle Energie des Universums oder die Gotteskraft nennen, geschieht Heilung – einfach dadurch, dass man zum wirklichen Selbst in einem wird. Jeder Mensch habe das göttliche Potential, zu dem zu werden, was man will und zu tun, was man will und unendliche göttliche Weisheit und vollkommene Gesundheit zu erreichen und derart von Liebe erfüllt zu sein, dass man die Liebe ausstrahlt. „Wenn wir das anerkennen und es uns im Jetzt vorstellen können, sind wir in der Lage, eine neue Wirklichkeitsebene zu erreichen“ sagte Robert Coxon.

 

Der ganze Artikel findet sich in LICHTSPRACHE Nr. 61