LICHTSPRACHE
Die Zeitschrift für den Transformationsprozess

Zeit und Raum

Zeitreisen und die Beschaffenheit der Zeit

 

von Susanne Sejana Kreth

 

Die Zeit ist der Strom, durch den wir schwimmen, während wir auf der Erde unsere Erfahrungen machen. Wir wurden hineingeworfen, als wir hier inkarnierten, um durch den immerwährenden Sog des Zeitstroms in eine Richtung gezogen zu werden. Aber was ist Zeit eigentlich? Ist es das, was wir auf der Uhr sehen? Ist Zeit, was als lineare Abfolge in unserem Leben abläuft? Hängt Zeit mit unserer Wahrnehmung zusammen? Ist die Zeit gar manipulierbar, dehnbar, veränderbar? Oder ist sie nach wie vor ein statisches Etwas, unverrückbar eingebettet in den Prozess des Erschaffens von Erfahrungen? Die Zeit scheint linear zu verlaufen, und doch stellen wir – gerade in der jetzigen Zeit des Wandels – fest, dass die Zeit sich dehnen lässt und dass wir trotz beschleunigter Frequenz genug Zeit finden, um all das schaffen und zu verarbeiten, was derzeit geschieht.

_______________________________________________________________________________________Subjektive Zeit

Der bekannte Autor Gregg Braden (über den ich in der nächsten Ausgabe der „Lichtsprache“ mehr berichten werde), schildert in seinem Buch „Der Jesaja-Effekt“ sein Erlebnis mit dem Phänomen der Zeit. Er war mit einer Gruppe Reisender in der ägyptischen Wüste Sinai auf dem Weg nach Kairo. Zwei Stunden war der Bus bereits unterwegs, nachdem sie in dem Dorf St. Catharina aufgebrochen waren. Die Reisezeit verbrachte Gregg damit, sich mit anderen Menschen in dem Bus zu unterhalten. Vertieft in ein Gespräch über die Vorfreude, am Abend bereits die uralten Kammern der Großen Pyramide betreten zu können, hielt der Reisebus plötzlich an einem belebten Boulevard an. Gregg bemerkte, dass der Busfahrer, der ägyptische Reiseführer und die Begleitpatrouille der Reisegruppe irritierte Gesichter machten. Manche klopften auf ihre Armbanduhr. Andere tauschten beunruhigte Kommentare auf ägyptisch aus. „Was ist los?“ fragte Gregg schließlich den Reiseführer. Warum haben wir hier gehalten und nicht bei unserem Hotel? Es muss ja bestimmt noch ungefähr eine Stunde entfernt sein?“ Der Reiseführer sah ihn eindringlich an und sagte: „Da geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Wir dürften eigentlich noch gar nicht hier sein!“ Gregg fragte, was er meinte. „Wir können noch gar nicht hier sein, denn es ist noch gar nicht genug Zeit vergangen seit unserer Abreise von St. Catharina, als dass wir schon in Kairo sein könnten!“ Dann sagte er, dass man für die Fahrt mindestens sieben Stunden bräuchte, aber sie seien nur vier Stunden unterwegs gewesen.

Viele Menschen kennen es, das Gefühl zu haben, die Zeit zu dehnen und sich Zeit zu verschaffen. Doch dies hier war einer ganzen Gruppe von Menschen kollektiv passiert. Die Uhren sämtlicher Beteiligter bezeugten das. Gregg Braden, der sich intensiv mit der Quantenmechanik auseinandergesetzt hat, weiß, dass dieser Effekt zum einen mit einer gewissen subjektiven Wahrnehmung der Zeit zu tun hat, aber auch mit der Möglichkeit, von einer Zeitlinie in die andere zu springen, durch was dies auch immer ausgelöst wird.

Dass es möglich ist, bei beschleunigter Zeit gleichzeitig eine Art Dehnung der Zeit erleben zu können, beweisen Untersuchungen, von denen Patrick Flanagan berichtet hat. Wird eine bestimmte maximale Geschwindigkeit überschritten, beispielsweise bei Rennfahrern, dann geht das Gehirn dieses Menschen in einen reinen Delta-Zustand über, und ab diesem Moment sieht der Mensch alles in Zeitlupe. Die Geschichte des Rennfahrers ist übrigens wirklich passiert. Während er mit einer Geschwindigkeit von etwa 200 Meilen an einer Tribüne vorbeiraste, sah er die Zuschauer in Zeitlupe, und mit seiner exakten Beschreibung der Bekleidung einer Frau erstaunte er später die Anwesenden, die allesamt der Meinung waren, dass er bei solch einem Tempo unmöglich Einzelheiten einer einzigen Person auf der Tribüne hätte sehen können.

Zeit ist relativ________________________________________________________________________________________

Zeit ist relativ, sagte schon Albert Einstein. Experimente mit Teilchenbeschleunigern bestätigen dies. Die Wissenschaft sagt, dass Zeit eine für die Erde gültige Konstante ist. Dank Einsteins Relativitätstheorie weiß der Mensch heute, dass Raum und Zeit zusammenhängen. Um zu beweisen, dass die Zeit relativ ist, wurde der Versuch mit den Uhren gemacht. Es sollte bewiesen werden, dass Uhren, die sich in Bewegung befinden, langsamer laufen als feste Standuhren. Darum wurde der Versuch mit den Atomuhren gemacht, von denen eine mit einem Flugzeug rund um die Erde flog, während die andere auf der Erde blieb. Das Ergebnis war, dass die fliegende Uhr eine Nanosekunde (eine milliardste Sekunde) verlor. Das ist nicht viel, aber es bewies: In Bewegung dehnt sich die Zeit, wird also langsamer. Darum wird gesagt, dass für Raumfahrer im All die Zeit nicht so schnell vergeht wie auf der Erde. Genauso ist es, wenn wir durch ein Teleskop in den Weltraum blicken: Wir sehen nicht das, was jetzt ist, sondern wir sehen in die Vergangenheit. Beobachten wir z.B. einen explodierenden Stern – eine Supernova – dann sehen wir ein Ereignis, das unter Umständen Millionen Jahre zurückliegt. Diese Sternenexplosion ist in Wirklichkeit längst Vergangenheit. Denn durch gigantische Entfernungen bedingt, ist das Licht dieser Explosion im Universum unendlich lange unterwegs, bevor es uns erreicht, d.h. bis es für uns sichtbar ist.

________________________________________________________________________________Licht als Zeitmesser

Das Licht bzw. die so genannten Lichtquanten sind dabei das Schlüsselwort. Mittlerweile weiß man, dass alles in unserer physischen Welt aus Lichtenergie besteht. Quanten werden die Energieteilchen von der Neuen Wissenschaft genannt, die gerade am Entstehen ist. Es sind kleine Lichtimpulse, die unsere Wirklichkeit erschaffen und damit auch die Zeit neu definieren. Durch Lichtimpulse erfahren wir die Ereignisse unserer Welt. Je mehr Lichtimpulse wir aneinander reihen, desto länger die Dauer dessen, was wir erfahren. Umgekehrt gilt: Je weniger Impulse, desto kürzer die Erfahrung. Und zwischen diesen Lichtimpulsen gibt es jeweils einen Zwischenraum (die „Leere“, von der Kirael im vorangegangen Artikel gesprochen hat), von dem aus man von Möglichkeit zu Möglichkeit springen kann.

Die Lichtgeschwindigkeit ist dagegen ein Parameter für die Zeit innerhalb des Raumes. Aber sobald die Lichtgeschwindigkeit überschritten wird, so die Wissenschaft, läuft die Zeit rückwärts und wir bewegen uns in andere Dimensionen. Seit Jahren diskutiert die Fachwelt über die Existenz von überlicht-schnellen Partikeln, den so genannten Tachyonen. Bisher galt die Lichtgeschwindigkeit als die absolute Grenzgeschwindigkeit, und es entstanden heftige Kontroversen bezüglich der Möglichkeit der Existenz dieser Partikel. Inzwischen sind Tachyonen im Rahmen der Relativitätstheorie anerkannt. Tachyonen entstehen nur mit Überlichtgeschwindigkeit und unterschreiten die Lichtgeschwindigkeit nie, sind also schneller als 300.000 Kilometern in der Sekunde. Ein Tachyonen-Sender würde demnach eine Verbindung ohne Zeitverlust herstellen und dabei noch Informationen aus der Vergangenheit mitbringen. Er würde also Zeitreisen ermöglichen.

Das Paradoxon______________________________________________________________________________________

Zeitreisen sind theoretisch möglich. Es stellte sich bisher nur die Frage, inwieweit durch eine Reise zurück in die Vergangenheit die Zukunft verändert wird, sobald man in die Ereignisse eingreifen würde. Diesen Fragenkomplex nennt die Wissenschaft ein Paradoxon. Beispiel: Man geht per Zeitreise in die Vergangenheit und trifft seine Großmutter. Durch einen Unglücksfall verändert sich dabei ihr Handlungsablauf und sie kommt ums Leben, bevor sie ihren Mann treffen kann. Dadurch würde man selber nie geboren worden sein, weil sich durch diese Veränderung des Lebenslaufes die eigenen Eltern nie getroffen hätten, weil diese (oder ein Elternteil davon) nie geboren worden wäre. Die Frage ist nun: Wie kann ich in die Vergangenheit reisen, wenn ich nie geboren wurde?

Die Antwort auf dieses Paradoxon ist, dass es mehr als eine Dimension gibt, in die man per Zeitreise gelangen kann.

________________________________________________________________________________________ Dimensionen

Wir kennen die erste und die zweite Dimension – geometrisch ausgedrückt - als Linie und Fläche. Erst in der dritten Dimension kommt der Raum hinzu, die Tiefe. Dies ist die Dreidimensionalität, in der wir leben. Die vierte Dimension zieht die Zeit zum Raum hinzu. Längst weiß man heute, dass Materie nicht fest ist, sondern aus einer Ansammlung von Molekülen besteht, die sich frei im Raum bewegen. Nicht Materie ist die eigentliche Realität, sondern Materie ist Schwingung und Energie. Würde man in den Mikrokosmos einer Materiemasse hineingehen, so würde man entdecken, dass Materie „Löcher“ hat bzw. nur aus Löchern oder Energieteilchen besteht, die ständig fluktuieren. Wäre der Kern eines Atoms erbsengroß, so wäre die Elektronenhülle etwa 170 Meter weit weg vom Kern.

Quantenphysiker sprechen heute sogar noch nicht einmal mehr von Atomen als Materie, so wie es die Newton´sche Physik noch verstand, sondern als immaterielle Teilchen, die nicht greifbar sind und keinem Partikelmuster folgen, wie wir es im Physikunterricht gelernt haben (Abb. vorige Seite). Atome und Moleküle bestehen stattdessen aus reiner Energie bzw. kurzen Lichtimpulsen. Und so besteht auch unser Körper aus Lichtenergie. Je nachdem, in welcher Dimension eine Masse Materie sich befindet, so ist auch ihr Energiezustand. Mit jeder Dimensionsebene wird diese Energie feiner. Und je feiner eine Energie ist, desto feiner wird auch die Materie, bis sie sich schließlich in den höheren Dimensionen außerhalb der Sichtbarkeitsgrenze befindet.

Während die Strukturen der vierten Dimension noch genauso physisch wirken wie die in der Drittdimensionalität, enthält die fünfte Dimension nur noch ätherische Formen, aber es existiert dort noch Struktur, die jedoch feinstofflicher ist als unsere 3D-Struktur. Es ist der Bereich, in dem im Äther die Form vorbereitet wird. In der sechsten Dimension besteht statt einer Form nur noch eine Absicht. Diese Dimension ist rein ätherisch. Die siebte Dimension ist der Bereich freier Form und reinen Geistes, während die achte Dimension der Bereich des spirituellen Lichts ist. Und die neunte Dimension (die ich selbst schon mal bereist habe und aus der auch viele Informationen für die „Lichtsprache“ einfließen) ist das Zuhause der meisten Menschen, die derzeit inkarniert sind. Die letzten Dimensionen können wir Menschen der dritten Dimension uns gar nicht mehr als Existenz vorstellen.

Inzwischen sind auch Physiker und Mathematiker davon überzeugt, dass außer den uns bekannten drei- und vierdimensionalen Wirklichkeiten noch weitere, verborgene Dimensionen existieren könnten und dass in einer 5., 6. oder 7. Dimension die Möglichkeit von Parallelwelten besteht. Sie haben dem sogar einen Namen gegeben: String-Theorie. Längst ist von Quantenrealitäten die Rede, in der es laut Wissenschaft 11 Dimensionen gibt. Man vermutet sogar, dass es noch mehr sind.

 Derzeit gibt die „Dunkle Materie“ (Bild links: Computermodell) Wissenschaftlern Rätsel auf. Sie kommen nicht dahinter, woraus diese 90 Prozent der Masse im Universum besteht, die nicht sichtbar ist. Zugleich, so der Denkansatz von Gregg Braden, gehen Biologen davon aus, dass 90 Prozent unseres Gehirns ungenutzt sind. In beiden Fällen – beim Menschen wie auch bei der Gesamtschöpfung – sind nur 10 Prozent bekannt und die restlichen 90 Prozent gelten als nicht erklärbar. Dabei vernachlässigen die Wissenschaftler die Komponente der Dimensionalität – Ereignisse, die auf einer so hohen Schwingungsfrequenz stattfinden, dass sie jenseits unserer physischen Wahrnehmung sind. Die 90 Prozent nicht sichtbarer Dimensionen, so Gregg Braden, seien der Bereich der Parallelwelten, die die Quantentheorie beschreibt.

Quantenrealitäten___________________________________________________________________________________

Mit der Quantentheorie, dessen Begründer Max Planck war, haben Wissenschaftler ein Modell in der Hand, mit dem sie Zeit und Raum viel besser erklären können als früher. Demnach bestehen unendlich viele Quantenrealitäten nebeneinander und bilden durch unsere täglichen Entscheidungen neue Zeitlinien, auf denen abweichende Realitäten existieren. Sobald wir vor einer wichtigen Entscheidung in unserem Leben stehen, öffnen sich mehrere Räume von Wahrscheinlichkeiten. Für einen davon entscheiden wir uns. Die Lichtquanten, aus denen all unsere Realitäten bestehen, ordnen sich ständig neu an. Und je nachdem, mit welcher Wahrscheinlichkeit bzw. mit welchem Ausgang unserer Lebenssituation wir in Resonanz gehen, richten sich die Lichtquanten dementsprechend darauf aus. Dadurch bildet sich die Wirklichkeit, die wir als Gegenwart erleben. All die Möglichkeiten, gegen die wir uns entschieden haben, treten dann beiseite, existieren jedoch als Zeitlinien weiter, auf denen der Fortgang unserer Geschichte einen anderen Verlauf nimmt.

Der gesamte Artikel findet sich in LICHTSPRACHE Nr. 53