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Editorial

EDITORIAL aus LICHTSPRACHE Nr. 73 von Ende Juli 2010

Willkommen, liebe Lichtfreunde,

Was brauchen wir, um glücklich zu sein? Nichts anderes als die Gewissheit, sich in Liebe entfalten zu können, zu wachsen, sich mit anderen zu verbinden und einen Platz zu haben, an dem wir wissen, dass er der richtige Ort für uns ist. Wir wissen, dass wir dies im Augenblick nur in Momenten haben, denn es sind stürmische Zeiten, in die uns der Wandel geführt hat. So lange berichte ich nun schon von den Ereignissen, die im Transformationsprozess passieren und die uns durch das Wachstum hin zum vollständigen seelenbewussten Wesen begleiten. Mal waren es erstaunliche Geschehnisse, die uns aufzeigten, dass die Wunder zunehmen, und mal waren es erschütternde Neuigkeiten, die uns darauf aufmerksam machten, dass wir zurzeit in einer Welt leben, in der es bröckelt und alles von A nach B geschoben wird. Doch dazwischen lagen immer wieder Ruheoasen, die uns lange Schritte und Atempausen gönnten, um auf den nächsten Schub vorbereitet zu sein.

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Doch mit diesem Jahr hat sich das geändert. Wir erleben ein Wandelereignis nach dem nächsten, und sie scheinen in immer kürzeren Abständen zu kommen, so dass wir kaum noch Luft holen können, um zu verstehen, was passiert ist. Und im Moment zeigt uns der Wandel alles auf, was bisher schief hing und gerade gerückt werden möchte. Uns wird vor Augen gehalten, dass das Grenzen setzen nicht mehr funktioniert, während andererseits Regeln fehlen, wo sie angebracht wären. Alles scheint auf einmal verkehrt herum zu sein, und nichts passt mehr zusammen. Gleichzeitig vermischen sich Ebenen, von denen wir nicht dachten, dass sie Anknüpfungspunkte hätten. Form und Inhalt haben sich voneinander getrennt, und jetzt wartet der Inhalt auf eine neue, angemessenere Form.

Und in der ganzen Zeit spricht die Erde mit uns, um uns mit ihren Reaktionen zu zeigen, dass sich ein alter Weg verschliesst, den wir nicht mehr weitergehen können. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist so eine Reaktion. Es gab einen Tag irgendwann Anfang Juli, an dem ich plötzlich und unerwartet fühlte, was mit der Erde los ist. Ihr Schmerz überwältigte mich so sehr, dass ich es kaum aushalten konnte. Gleichzeitig erkannte ich, dass ich einen ganz ähnlichen Schmerz in mir trage (langjährige Leser, die meine Geschichte kennen, werden es vielleicht wissen und den Zusammenhang herstellen). Ich weinte lange um die Verletzungen, die der Erdkörper unseres Planeten erdulden musste. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen. Doch ich spürte auch die Kraft, die daraus erwuchs, dass ich all das aus mir herausweinte. Mir und Mutter Erde tat dies gut, das spürte ich sehr deutlich. Die Erde öffnet im Moment ebenso ihre Schleusen, indem sich ein Bohrloch nach dem anderen öffnet, damit das Kollektiv der Menschen erwacht und sich vom Öl verabschiedet. Dies ist einer von den ganz großen Weckrufen, die wir im Moment erleben. Die Weckrufe kommen jetzt gradlinig und geballt, so dass wir einfach nicht mehr anders können als hinzusehen. Als Menschheit sind wir dabei zu erwachen und zu sehen, was wir anders machen müssen, was wir anders machen können, um ein gesünderes und schöneres Leben zu führen. Es braucht noch eine ganze Weile, bis wir dort sind, wovon ich zu Beginn dieses Editorials geschrieben habe. Doch ankommen werden wir. Der Ort, an dem wir glücklich sind, an dem wir wachsen können, an dem wir uns verbinden können wird gerade freigeschaufelt unter all dem, was jetzt zerfällt.

Aber das können wir nur gemeinsam erreichen. Die Zeit der Trennung ist definitiv vorbei. Alle Grenzen und Schranken fallen im Moment, und wo sie es nicht tun, weil alte Regeln und umständliche Ordnungsgewalt sie daran hindern, entstehen Weckrufe, die uns durch tragische Ereignisse wie das auf der Love-Parade aufzeigen, dass nichts mehr abgegrenzt werden kann. Tut man es doch… wir haben es gesehen.

Alles strebt jetzt zusammen, und Menschen möchten sich verbinden. Die Einheit wird gefühlt, zwar von jedem anders, und von vielen auf einer anderen Ebene, aber sie ist ein Bedürfnis, das jetzt gesehen werden möchte.

Von Herzen Eure Susanne Sejana